Eine Änderung an dieser Website beginnt in Obsidian und endet auf einem Webspace. Dazwischen liegen vier Schritte, und jeder hat einen Ort.
1 · Schreiben — in Obsidian
Man öffnet den Vault in Obsidian und schreibt. Eine neue Datei ist eine neue Seite; ein Ordner ein
Ast in der Navigation; ein [[Wikilink]] ein Verweis, den der Graph und die Rückverweise sehen.
Kopfzeilen zwischen zwei --- ganz oben in der Datei — das Frontmatter — geben der Seite
Titel, Beschreibung, Datum und Tags; was man damit alles steuern kann, steht in
4 – Eine Seite steuern.
Nichts davon braucht die Website schon. Man kann tagelang schreiben, ohne zu bauen.
2 · Ansehen — die Vorschau in QuartzControl
Unter Vorschau & Build startet QuartzControl einen Dev-Server: Quartz baut die Website einmal und
danach bei jeder gespeicherten Änderung neu, und ein Browserfenster zeigt sie unter einer Adresse
wie localhost:8080. Das ist der eigene Rechner; niemand sonst sieht diese Seite. Wer in Obsidian
speichert, sieht die Seite Sekunden später im Browser.
3 · Bauen — der Build
Derselbe Bereich kann die Website auch bauen, ohne sie zu zeigen: Quartz liest alle Notizen,
wendet die Plugins an — Links auflösen, Inhaltsverzeichnis erzeugen, Suche indexieren, Seiten für
Ordner und Tags anlegen — und schreibt fertige HTML-Dateien in den Ausgabeordner public/. Ein
Entwurf (draft: true im Frontmatter) wird dabei ausgelassen; siehe
4.2 – Entwurf und ungelistet.
4 · Veröffentlichen
Unter Veröffentlichen schickt QuartzControl den Ausgabeordner an ein Ziel: einen Ordner, einen Server per rsync, ein git-Repository etwa für GitHub Pages, oder sie stößt einen Webhook an. Die Zugangsdaten dafür verwahrt QuartzControl verschlüsselt. Von diesem Moment an ist die Seite öffentlich.
Wo der Inhalt liegt — und warum als Symlink
Ein Quartz-Projekt erwartet seine Notizen im Ordner content/. Hier ist dieser Ordner kein
Ordner, sondern ein Symlink: eine Verknüpfung, die auf den Obsidian-Vault zeigt. Quartz sieht
durch den Link den Vault, als läge er im Projekt. Der Vorteil: Es gibt nur eine Kopie der Notizen.
Man schreibt in Obsidian, und das Projekt hat es sofort.
QuartzControl legt diesen Link an — unter Konfiguration → Content-Ordner, wenn man den Inhalt mit einem bestehenden Ordner verknüpft statt ihn zu kopieren. Beides lässt sich später ändern.
Was ein Symlink kostet
Zwei Dinge folgen dem Link nicht. Snapshots — die Sicherungen, die QuartzControl vor jedem größeren Eingriff anlegt — lassen den Inhalt aus, sobald
content/ein Link ist; der Vault muss selbst gesichert sein, hier über sein eigenes git. Und das Plugin, das das Datum einer Seite aus git liest, verrechnet sich am Link und fällt auf das Dateisystem zurück — siehe 4.1 – Titel, Beschreibung, Datum.
Die Vorlage in ein eigenes Projekt holen
Wer nicht diese Website, sondern eine eigene mit dieser Gestaltung will, geht den Weg andersherum: ein neues Projekt in QuartzControl anlegen, den eigenen Vault verknüpfen, dann unter Vorlagen die Vorlage importieren. QuartzControl zeigt vorher, welche Bausteine das Paket enthält und was im Projekt dadurch ersetzt wird, und legt einen Snapshot an. Was mitkommt und was nicht: 6.8 – Das Vorlagenpaket.