QuartzControl wird als fertiges Programm ausgeliefert. Es steht auf der Releases-Seite des Projekts; dort liegt zu jeder Fassung eine Datei je System.
Welche Form zu welchem System gehört
| System | Form | Anmerkung |
|---|---|---|
| macOS, Apple Silicon | .dmg oder .zip | QuartzControl nach „Programme“ ziehen |
| macOS, Intel | .dmg oder .zip | dieselbe Fassung, andere Architektur |
| Linux, x86_64 | AppImage oder .deb | AppImage ausführbar machen, deb installieren |
| Linux, arm64 | AppImage oder .deb | ebenso |
| Linux, Flatpak | .flatpak | für x86_64 und aarch64 — siehe unten |
Der Dateiname nennt die Architektur, auch bei x64.
macOS lässt sie beim ersten Mal nicht starten
QuartzControl ist nur ad-hoc signiert und nicht notarisiert — eine Signatur, die Apple anerkennt, und die Notarisierung bräuchten ein Developer-ID-Zertifikat. Gatekeeper, die Startkontrolle von macOS, verweigert deshalb den ersten Start mit dem Hinweis, Apple könne QuartzControl nicht überprüfen. Zwei Wege führen daran vorbei:
In den Systemeinstellungen freigeben
Einmal starten und die Meldung schließen. Dann Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit, im Abschnitt Sicherheit auf Dennoch öffnen klicken und mit dem Anmeldepasswort bestätigen. Der Button steht dort etwa eine Stunde nach dem abgewiesenen Start. Das ist der Weg ohne Terminal; über das Kontextmenü (rechte Maustaste → Öffnen) geht es seit macOS 15 nicht mehr.
Der zweite Weg entfernt die Quarantäne-Markierung, die macOS an heruntergeladene Dateien hängt:
xattr -dr com.apple.quarantine /Applications/QuartzControl.app
Beides gilt für die fertigen Pakete und für einen selbst gebauten Stand gleichermaßen.
Linux
Ein AppImage muss ausführbar gemacht werden (chmod +x), dann startet es. Ein deb wird
installiert wie jedes andere Paket.
Der Flatpak läuft in einer Sandbox und darf standardmäßig auf das Zuhause des Nutzers zugreifen
— dort liegen Projekte und Vaults. Zeigt ein Content-Ordner
per Verknüpfung auf ein anderes Laufwerk, sieht die Sandbox ihn
nicht; dann braucht es einmalig ein flatpak override --filesystem=… für diesen Pfad.
Warum der Flatpak zweimal gebaut wird
Er ist das eine Linux-Ziel, das sich nicht für eine fremde Architektur bauen lässt: Sein Bauwerkzeug braucht Laufzeit, SDK und BaseApp der Zielarchitektur und übersetzt git aus der Quelle. AppImage und deb entstehen für beide Architekturen auf einer Maschine, der Flatpak braucht je eine — ein x86_64-Flatpak kommt nur von einer x86_64-Maschine, ein aarch64-Flatpak nur von einer aarch64-Maschine.
Aktualisieren
QuartzControl aktualisiert sich nicht selbst. Eine neue Fassung wird heruntergeladen und über die alte gelegt — auf macOS in „Programme“, unter Linux als neues AppImage oder Paket.
Das ist eine bewusste Auslassung und keine Lücke, die noch zu füllen wäre: Ein Selbstupdate müsste mit einem Zertifikat signierte Pakete prüfen, und ein solches Zertifikat gibt es hier nicht.
Bescheid sagt sie aber. Gibt es eine neuere Fassung, steht ganz oben auf der Startseite eine Zeile mit der neuen und der eigenen Versionsnummer und einem Link dorthin (2.1). Sie lädt nichts herunter und ändert nichts — sie verweist. Herunterladen und Ersetzen bleiben Handarbeit, den Weg dafür beschreibt der Abschnitt oben.
Drei Dinge, die alle „Update“ heißen
Der Hinweis oben auf der Startseite betrifft das Programm. Unter 7.3 – Updates prüft QuartzControl dagegen, ob es für den Quartz-Kern und für die Plugins eines Projekts etwas Neues gibt — das betrifft die Website. Ersetzt wird in beiden Fällen nichts von allein; beim Programm gar nicht, bei Kern und Plugins per Klick.
Unter macOS: zweimal „Immer erlauben“
Beim ersten Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten fragt macOS nach jedem Update erneut, ob diese Fassung den Schlüsselbund benutzen darf — meist zweimal hintereinander, weil QuartzControl nicht mit einem Entwicklerzertifikat signiert ist. Beide Male Immer erlauben. Wer ablehnt, liest das in QuartzControl, und nach einem Neustart kommt die Frage wieder.
Die Projekte selbst bleiben, wo sie liegen. Sie gehören nicht zu QuartzControl, und eine neue Fassung findet sie über dieselbe Liste wieder — wo diese liegt, steht unter 8.3 – Wo die Daten liegen.